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Warum halten wir uns zurück, obwohl wir es gar nicht wollen?
Es gibt etwas, das mir im Training immer wieder auffällt: Ich gehe in eine Bewegung, gebe alles, fühle mich kraftvoll, intensiv, manchmal sogar wild. Und wenn ich später ein Video davon sehe, bin ich überrascht. Denn von außen sieht es ganz anders aus, als es sich für mich angefühlt hat.
Ich sehe Kontrolle. Anspannung. Eine gewisse Vorsicht. Bewegungen, die nicht ganz zu Ende geführt werden. Als würde ich mich selbst in dem Moment, in dem ich eigentlich alles gebe, doch noch ein bisschen zurückhalten. Diese Diskrepanz kenne ich schon lange. Besonders bei Dingen, die einen körperlich ausdrücklichen, expressiven Ausdruck verlangen: beim Tanzen, bei bestimmten Bewegungen und inzwischen besonders im Kampfsport.
Ich dachte, ich wäre voll drin. Und dann sehe ich, dass da immer noch eine Bremse ist. Das Irritierende daran ist, dass ich diese Bremse nicht einmal bewusst wahrnehme. Ich muss mich von außen sehen, um zu erkennen, wie viel Zurückhaltung noch in meinem Körper steckt.
Kann man Heimweh nach sich selbst haben? Warum wir uns an manchen Orten freier fühlen als zu Hause
Wenn ein Ort sich wie Zuhause anfühlt
Kennst du dieses Gefühl, dass du einen Ort gefunden hast, an dem es dir richtig gut ging? Vielleicht war es ein längerer Urlaub. Vielleicht eine Reise. Oder auch eine Phase in deinem Leben, in der sich alles ein bisschen weiter, freier und lebendiger angefühlt hat. Und dann verlässt du diesen Ort wieder. Und es tut nicht nur ein bisschen weh. Es ist eher so, als würde etwas körperlich fehlen. Als wäre da etwas, das sich entzieht. Du kannst es nicht richtig greifen. Aber du spürst es deutlich. Wenn du dann zurück im Alltag bist, kommt dieses Zurückdenken. Und jedes Mal ist da wieder dieses gleiche Gefühl. Eine Art Sehnsucht, die nicht wirklich verschwindet. So, als würdest du immer wieder dorthin zurückgezogen werden. Als wäre dieser Ort nicht einfach eine Erinnerung. Sondern etwas, das noch in dir weiterlebt. Und oft ist es nicht nur der Ort selbst. Nicht nur das Meer, die Berge, das Essen oder die Menschen dort. Natürlich spielt das alles eine Rolle. Aber manchmal stellt sich trotzdem die Frage, ob es nicht noch etwas anderes ist. Irgendwie das Gefühl, mehr du selbst sein zu können. Dich freier, vollständiger und einfach mehr wie du selbst zu fühlen
Wenn Wut keinen Platz hat – und warum Kampfsport für viele Frauen ein Zugang sein kann
Viele Frauen haben gelernt, dass Wut nicht wirklich in Ordnung ist.
Dass sie angepasst, ruhig und verträglich sein sollten –
während Intensität und Raum einzunehmen oft als zu viel gelten.
Doch Wut verschwindet nicht.
Wenn sie im Außen keinen Platz hat,
richtet sie sich oft nach innen –
und zeigt sich als Anspannung, Rückzug
oder als eine leise Distanz zu sich selbst.
Du musst alles alleine schaffen – oder? Warum wir Nähe fürchten, obwohl wir sie eigentlich wollen
Kennst du das Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen? Du bist für alle anderen da, hilfst gern, aber wenn es darum geht, selbst um Unterstützung zu bitten, blockiert dich etwas.
Warum fällt es so schwer, anderen zu zeigen, wie es wirklich in dir aussieht? Und warum scheuen wir Nähe, obwohl wir sie uns eigentlich wünschen?
In diesem Beitrag erfährst du, wie frühe Erfahrungen unser Bindungsverhalten prägen, warum wir manchmal Menschen wegstoßen, obwohl wir Nähe suchen, und wie kleine Schritte den Weg zu ehrlicheren, tieferen Beziehungen öffnen können.